Und dann muss es heute abend noch einmal scheppern:
Auf dieser CD, meine Lieblingsplatte der Def Leps, sind ausschließlich Songs der Band vertreten, die es nicht auf ein reguläres Album geschafft haben. Schnurgerader Hardrock, garniert mit schönen Balladen.
P.S. Wenn Ihr das Cover von etwas weiter betrachtet, wird aus der Frau im Spiegel etwas ganz was anderes.
Ein Projekt von drei Musikern von Umphrey's McGee (Jake Cinninger, Joel Cummins & Kris Myers) plus zwei Musikern von OHM (Chris Poland, Robertino Pagliari). Instrumentale Musik zwischen Jam und Jazz mit Progeinflüssen. Ich finde die CD sehr gut. Chris Poland war früher Gitarrist bei Megadeth und spielt auf ihrem besten Album "Peace Sells" mit. Später hat er eine progressive Metalband geründet ("Damn The Machine"). Mit dieser Band habe ich ihn auch einmal live auf der Bühne erlebt (als Vorgruppe von "Dream Theater").
Seine aktuelle Musik hat aber nichts mehr mit Heavy Metal zu tun.
Ein Clip - sollte alle "Lord Of The Ring"-Fans ansprechen
Das Ding hatte wirklich ne lange Zündschnur. Aber heute passte einfach alles und das Album hat eingeschlagen! Heritage funktioniert auch nur auf diesem Weg. Das muss zünden. Heritage versteckt sich ganz bewusst und windet sich, aber es kann am Ende nicht verbergen, dass es ein ganz großer Wurf ist. Spricht noch mehr für diese Band, die sich überall austobt!
Hate takes a lot of energy - and i'm savin' mine up for all the good shit that's comin' my way 'cause i'm a good person and i deserve good shit in my life.
number nine hat geschrieben:Das Ding hatte wirklich ne lange Zündschnur. Aber heute passte einfach alles und das Album hat eingeschlagen! Heritage funktioniert auch nur auf diesem Weg. Das muss zünden. Heritage versteckt sich ganz bewusst und windet sich, aber es kann am Ende nicht verbergen, dass es ein ganz großer Wurf ist. Spricht noch mehr für diese Band, die sich überall austobt!
"Steter Tropfen höhlt den Stein".
So langsam hast du mich neugierig auf Opeth gemacht...
number nine hat geschrieben:Das Ding hatte wirklich ne lange Zündschnur. Aber heute passte einfach alles und das Album hat eingeschlagen! Heritage funktioniert auch nur auf diesem Weg. Das muss zünden. Heritage versteckt sich ganz bewusst und windet sich, aber es kann am Ende nicht verbergen, dass es ein ganz großer Wurf ist. Spricht noch mehr für diese Band, die sich überall austobt!
"Steter Tropfen höhlt den Stein".
So langsam hast du mich neugierig auf Opeth gemacht...
..genau das dachte ich auch, noch bevor ich bis zu deinem Posting gescrollt hatte....
@number nine: was empfiehlst du als Einstieg? Wo ist der Metal-Anteil nicht so hoch (um erstmal damit warm zu werden)
Das komplexeste Album von Opeth ist meiner Meinung nach Ghost Reveries. Da wird man zwar zum Einstieg erstmal die Ohren anlegen, weil man gleich mal gepflegt angebrüllt wird, aber der Song entfaltet sich und ist abwechslungsreich. Es folgen ruhige Passagen und Instrumentale, die für unsere Ohren ein Schmaus sein dürften. Bei diesem Album liegt der Growl Anteil im Vergleich zum cleanen Gesang etwa bei 40 : 60. Ich muss dazu sagen, dass es Alben von Opeth gibt, die gänzlich ohne Growls sind, wobei mir diese mittlerweile auf diesen Alben fehlen. Die Babyblauen bewerten Ghost Reveries mit 13,50 Punkten und dies ist meiner Meinung nach völlig gerechtfertigt. Für den Progger sicherlich DAS Album von Opeth. Geniale Mellotronsounds im Übrigen, auch während der Metal-Passagen, was dem ganzen einen sehr eigenen Reiz gibt.
Diesem Album sehr ähnlich ist Watershed.
Empfehlenswert ist meiner Meinung nach darüber hinaus das Album Damnation, wenn dieses auch Opeth-untypisch ist, weil die Metal-Anteile gegen null gehen. Dies ist eines der Alben, auf denen gar nicht gegrowlt wird. Ferner eines der Alben, welches Steven Wilson produziert hat. Herr Wilson hat hier nicht nur produziert, sondern auch selbst eingegriffen. Er spielt Mellotron, Piano und steuert Backing-Vocals bei. Damnation klingt wie ein ruhiges Porcupine-Tree-Album. Aufgrund der verschrobenen Melodik entfaltet es sich aber eher langsam. Es ist jedoch ein schönes Album. Auch dieser Ruhe ist der unvergleichbare Opeth-Sound zu entnehmen.
Heritage ist ein harter Brocken, jedoch nicht im Sinne der Musik. Dieses Album ist absolut Opeth-untypisch. Es ist eigentlich ein reines ProgRock-Album. Metal und Growls sind nicht zu finden. Der Zugang schien mir zunächst schwer, aber im Kontext der anderen Alben hat sich auch Heritage für mich erschlossen. Schlagzeugspiel (sehr jazzig zuweilen) und Bass sind genial.
Für Freunde der gepflegten Knüppelei empfehle ich Blackwater Park. Eines der früheren Opeth-Album, auch mit Steven Wilson als Produzent und Gastmusiker. Blackwater Park ist stellenweise ein richtiges Death-Metal Album, allerdings auch damals schon mit sehr viel Abwechslung und ruhigen verspielten Parts mit cleanem Gesang. Die Metal-Passagen sind aber sehr sehr geil und schon beinahe hypnotischen Charakters. Kraut-Death-Metal vielleicht.
Auf jeden Fall sollte man Opeth eine Chance einräumen, erst Recht, als Proggi, weil man sonst eine der vielleicht tatsächlich besten ProgBands, die es gibt, verpasst. Hierfür muss man sich aber darauf einlassen (nicht zuletzt auch auf eine ordentliche Portion Growls).
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number nine hat geschrieben:eine ordentliche Portion Growls
Na, da sind die Metaller - wie immer man sie auch unterkategorisieren mag - eh nicht an vorderster Front:
Beim Mike 1992 in dem Video ab 4:40
(und dann später noch mal so ab 6:30 und mit echter Metall-Gitarren-Shred-Action ab 7:30)
[youtube]xNSk8YcxqRE[/youtube]
Besonders an der Aufnahme gefällt mir auch Mike's spitzbübische Freude so ab 2:25: Er weiß, dass jetzt gleich den Edinburgh-ern die Pipes&Drums-Einlage serviert wird - man achte echt mal auf Mike's Mimik, die sich bei 2:29 deutlich aufhellt (na ja, er kommt zumindest ins Schmunzeln) - und prompt bei 2:39 jubeln die Schotten los. Für mich immer wieder rührend. Ich wäre echt gespannt, wie Tubular Bells mit Shanty- oder Oberbayern-Akkordeons wäre
(Etwas beispielhaft ist da ja unser hans , wie ich nachgelesen habe.)